Sonntagabend, 20.00 Uhr 

"Energie folgt der Aufmerksamkeit"

 

Es besteht die Möglichkeit, sich zu verbinden – untereinander und mit dem All-Einen, zu einem gemeinsamen Zeitpunkt, mit einer gemeinsamen Absicht – jeder in seiner Form:

 

       z. B. Meditation                             

             Yoga oder ähnliche Übungen

             Spaziergang unterm Abend- oder Sternenhimmel

             Gebetsgebärde

             oder das Gebet zum Hl. Geist

 

Beim Sonnenuntergang

 

Es ist lange her, als ein Missionar, mit einem jungen Indianer als Führer, felsiges Gebirge durchwandert hat.

Jeden Abend, zu einem bestimmten Zeitpunkt des Sonnenuntergangs, zog sich der junge Indianer zurück, wandte sich der Sonne entgegen, begann die Füße rhythmisch zu bewegen und sang mit leiser Stimme ein wunderschönes Lied, voller Sehnsucht.

Es war für den Missionar ein wahres Schauspiel, wie dieser junge Mann vor der untergehenden Sonne tanzte und sang, und erfüllte ihn mit Bewunderung und zugleich mit Neugierde, sodass er eines Tages seinen Führer fragte: „Was bedeutet diese eigenartige Zeremonie, die du da jeden Abend vollführst!“

„Oh, das ist eine ganz einfache Sache“, antwortete der junge Mann. „Meine Frau und ich haben gemeinsam dieses Lied verfasst. Wenn wir getrennt sind, wendet sich jeder von uns, wo auch immer jeder gerade sein mag, kurz vor dem Untergang der Sonne entgegen und beginnt zu tanzen und zu singen. So ist es möglich, dass wir jeden Abend, auch wenn wir weit auseinander sind, miteinander singen und tanzen.“

 

Mit wem tanzt Du, wenn die Sonne untergeht?

 

Eine Mystikerin des 19.  Jahrhunderts hat uns dieses Gebet hinterlassen:

 

„Mein Herr!

Die Sterne scheinen hell,
die Augen der Liebenden schließen sich.

Jede Liebende ist
nur bei ihrem Geliebten,
und ich bin hier
nur bei dir!“

 

 

Eine Geschichte, die ich in einem italienischen Büchlein gefunden habe. Sie hat mich sofort an unser gemeinsames „Sonntag-Abend-Tanz-Gebet“ um 20:00 Uhr erinnert.   (Christoph)

 

 

Gebet zum Hl. Geist

Heiliger Geist, du bist das Geheimnis meiner Mitte,

du bist die Seele meiner Seele.

Erleuchte du mich. Führe du mich. Tröste du mich.

 

Entschleiere du mir, was ich an Unklarheit,

an verschwommenen Halbwahrheiten

in meinem Geist vorfinde.

 

Lass mich Ordnung hineinbringen in den Wirrwarr

meiner Gedanken und Gefühle,

besuche meine Sinne, lenke, kläre, heile du sie.

 

Lass mich sensibel genug sein, um deine inneren Impulse,

Anstöße und Anregungen wahrzunehmen.

Lass mich mit Freude erkennen, dass du in mir die eigentliche,

die innere große Kraft bist, die meinem Leben Antrieb, Richtungssinn,

Ordnung, innere Liebe, Freude und Frieden gibt.

 

Gib mir den Mut, deinen inneren Anregungen zu folgen,

dass mein wahres Wesen, das Gott erdacht und in mir grundgelegt hat,

mit zunehmendem Alter mehr und mehr zur Entfaltung kommen kann.